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Sind Weihnachtskarten noch zeitgemäss?

Nein, dieses Jahr habe ich leider keine Karte für dich. Hatte ich letztes Jahr auch nicht. Letztes Jahr habe ich an meine Kunden personalisierte Videos mit einer Ansprache von mir versendet. 

Dieses Jahr nichts. Die Zeit fehlte einfach. Und Standardkarten passen nicht zu uns. 
Dafür entschuldige ich mich schon mal. Heute ist eh alles digital. Da stellt sich doch die Frage, ob Weihnachtskarten noch zeitgemäss sind.  

Der Vorteil von Weihnachtskarten

Physische Weihnachtskarte

Gerade weil heute alles digital ist, kann man mit einer Weihnachtskarte auf sich aufmerksam machen. Und zwar sehr gut. Das Problem ist nur, dass an Weihnachten sehr viele Karten versendet werden. Also muss die Karte entweder sehr kreativ sein oder sehr persönlich.

Mir macht es Eindruck, wenn ich eine persönliche, handgeschriebene Grussbotschaft in der Karte vorfinde. Wenn man natürlich 1000 Kunden anschreiben will, ist das nicht mehr möglich.

Hier mein Tipp: Je nach Zeit und Wichtigkeit der Botschaft 30-50 Kunden auswählen und die vorgedruckte Karte mit ein paar wenigen Sätzen in Handschrift ergänzen. Das muss nicht viel sein, aber es ist persönlich.

Der Nachteil von Weihnachtskarten

Weihnachtskarten landen im Altpapapier

Es landen sehr viele davon im Briefkasten. Hier ist es ähnlich wie mit Geschenken, die nicht persönlich übergeben werden. Wenn man viele Lieferanten hat, verliert man irgendwann die Übersicht welcher Wein, welche Nusstorte oder welche Edel-Schoggi von wem ist. Am kreativsten ist immer noch ein Panettone (das war ein Scherz). 

Also all die vorgedruckten Weihnachtskarten schaut man sich kurz an, stellt sie vielleicht noch für zwei Wochen in den Pausenraum, also von Anfang bis Ende Ferien, und dann landen sie im Altpapier. Schade nicht?

Der Vorteil von digitalen Weihnachtswünschen

Vorteil digitale Weihnachtskarten

Ob Mail, WhatsApp, Video, etc. es sind fast keine Grenzen gesetzt. Sie sind schnell verbreitet und landen im persönlichen Posteingang (auf verschiedenen Geräten). Mittels schlauen Tools kann man die Nachricht auch dem entsprechend mit dem Namen personalisieren.

Der Aufwand ist überschaubar und die Kosten können von null bis mehreren tausend Franken reichen, bei einem professionellen Video zum Beispiel.  

Der Nachteil von digitalen Weihnachtswünschen

Nachteil digitale Weihnachtskarten

Man konkurriert nicht nur mit anderen Weihnachtswünschen, sondern auch mit Newslettern und wichtigen Nachrichten, welche noch vor den Weihnachten erledigt werden müssen. Die Nachricht kommt also nur im Kopf des Kunden an, sofern auch hier ein sehr hoher Personalisierungsgrad herrscht. 

Fazit

Das letzte Jahr hatte ich persönliche Videobotschaften aufgenommen und per WhatsApp versendet. Es waren nur rund 25 Videos, aber es war enorm zeitraubend, da ich wirklich jeden Inhalt individualisierte. Aber es hat sich gelohnt.

Die Öffnungsrate war bei 100% und ich bekam von rund 80% ein positives Feedback. Vom Rest bekam ich kein Feedback. Die Nachricht wurde sogar weitergeleitet und auf Social Media gepostet und machte so auch meine Marke bekannt. 

Also bin ich jetzt für digital? Nein! Ich bin für individuell und personalisiert. Egal ob digital oder mit Karte. Alles andere kann man sich sparen, denn ihr werdet kaum vom Kunden darauf aufmerksam gemacht, dass ihr keine Karte gesendet habt. 

Was nicht erwartet wird, kann auch nicht enttäuschen, wenn es nicht eintrifft. Was nicht erwartet wird, kann aber überraschen, wenn es eintrifft.

Urs Häusermann, Inhaber marketing-helper GmbH

Die marketing-helper GmbH wird dieses Jahr weder digitale noch physische Grussbotschaften versenden. Trotzdem mögen wir unsere Kunden! Stattdessen spenden wir an die Organisation «Give Children a Hand». Auch das ist nicht besonders kreativ, aber wenigstens haben die Kinder was davon. 😉

In diesem Sinne: «Have a Rockin’ Christmas!» 🤘🏻🎅🏻🎄

2 Gedanken zu „Sind Weihnachtskarten noch zeitgemäss?“

  1. Ich finde Karten auch in der heutigen Zeit ein sehr persönliches Zeichen. Ist aus meiner Sicht einiges der wenigen Medien mit echter Handschriftsmöglichkeit, daher die sehr persönliche Note !

    1. Auf JEDEN Fall. Wie im Artikel erwähnt, je persönlicher desto besser. Und Handschrift gehört definitiv dazu. Noch persönlicher wird es erst wenn man die Karte und / oder das Geschenk persönlich vorbei bringt. Natürlich ist da je nach Kunde und Kundenanzahl nicht immer möglich. Deshalb sollte man sich Gedanken machen, wie man es möglichst persönlich machen könnte. Ich habe von einem grösseren Konzern eine Karte gekriegt, bei welcher einfach die Unterschrift und die Adressanschrift persönlich war. Selbst das fand ich, in Bezug auf die Grösse des Kundenstamms, schon eine schöne Geste.

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